Massnahmen

Neben dieser grundsätzlichen sozialphilosophischen Ausrichtung umfasst der Forderungskatalog eine Reihe praktisch-politischer Maßnahmen, die sich auf den Vorschul-, Schul- und Hochschulsektor beziehen. Da die Forderungen durch die lokalen Bündnisgruppen in weitgehender Autonomie ohne zentrale Vorgaben erarbeitet wurden, ergeben sich in einzelnen Punkten Differenzen und Abweichungen, die auf die regionale Situation Bezug nehmen, doch im Großen und Ganzen lauten die wichtigsten konkreten Forderungen wie folgt:

Im Vorschulbereich: Abschaffung der Gebühren an Kindertagesstätten (als Teil der Forderung nach freiem Zugang zu allen Bildungseinrichtungen für jedermann).

Im Schulbereich: Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems, der Kopfnoten, des achtjährigen Gymnasiums (G8), Verkleinerung der Klassen und Überarbeitung des Lehrplanes, um Leistungsdruck und Überforderung abzubauen, tatsächliche Lehrmittelfreiheit und verbesserte Mitsprache der Schülervertretung in der Schulkonferenz.

Im Hochschulsektor: Abschaffung von Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen, mehr Mitspracherechte der Studierenden im Bereich der Hochschulpolitik und –entwicklung und bei der Festlegung der Lehrinhalte, Erhöhung des Anteils von Master-Studienplätzen, Schaffung eines hochwertigen Studienabschlusses, Einstellung zusätzlicher Dozenten, Abschaffung der Exzellenzinitiative (einer Fördermaßnahme des Bundes und der Länder im Bereich der Spitzenforschung) und Beschneidung der Einflussnahme von Wirtschaftsunternehmen und –institutionen auf die Hochschulen.